Sun Tzu für Manager

Es reicht sicherlich nicht aus, nur die “Gebote für Manager” aus dem Nachwort des Buches zu lesen und zu verinnerlichen. Das Buch ist eine Fundgrube an Erkenntnissen und Erfahrungen.

alle Zitate dieser Seite aus: Werner Schwanfelder: “Sun Tzu für Manager”

Anmerkung: Es gibt mehrere gebräuchliche Schreibweisen für Sun Tzu. Es handelt sich also nicht zwingend um Schreibfehler, wenn ich bei den Zitaten auch eine andere Schreibweise verwende. Siehe auch Wikipedia (Sūnzǐ (chin. 孫子孙子 „Meister Sun“, eigentlich: 孫武 Sūn Wŭ; alternative Transkription: Sun Tsu, Sun Tzu, Sun Tse, Ssun-ds )

Das erste Gebot für Manager:
Gründliche Vorbereitungen sind das A und O des Erfolgs.

Der Manager hat eine Aufgabe, ein Problem zu lösen. Die Lösung heißt für ihn nicht losschlagen, sondern zunächst nachdenken. Er verschafft sich ein differenziertes Bild der Ausgangslage und trifft dann seine Entscheidungen. Er entwickelt zu dem Problem, zu der Aufgabe eine Vision, unterteilt sie in Ziele und lässt sich an Meilensteinen messen. Von Meilenstein zu Meilenstein löst er das Problem.

Das zweite Gebot für Manager:
Ein kluger Umgang mit Ressourcen verhilft zum Sieg.

Ein Manager allein kann keine Auseinandersetzung gewinnen. Der Manager muss dafür sorgen, die richtige Qualität und Quantität an Kompetenz bereitzustellen. Er stellt eine entsprechende Organisation auf und sorgt für die richtige Einstellung und Motivation. Die Ressourcen müssen stimmen, sonst braucht man den Kampf gar nicht zu beginnen.

Das dritte Gebot für Manager:
Die richtige Strategie verhilft der Vision zum Sieg.

Der Manager arbeitet planvoll, also strategisch im Hinblick auf das langfristige Ziel. Es geht um die Ordnung des Geistes. So gelingt es ihm, die eigenen Stärken strategisch einzusetzen und den richtigen Zeitpunkt für die Auseinandersetzung zu bestimmen. Der Manager muss den logischen Ablauf des Geschehens vor sich sehen.

Das vierte Gebot für Manager:
Die siegreiche Taktik vermeidet Fehler und schließt Risiken aus.

Auf der Grundlage komplexer Strategien entwickelt der Manager taktische Schachzüge. Er darf dabei allerdings nicht im Denken stecken bleiben, sondern muss die Umsetzung konsequent betreiben. Deshalb ist es wichtig, dass er zum einen ein Denker ist, zum anderen aber auch zum Macher wird. Sein Denken muss Wirkung zeigen.

Das fünfte Gebot für Manager:
Mit Methode und guten Manövern wird der Sieg errungen.

Jeder Manager, der Erfolg haben will, benötigt engagierte Mitarbeiter. Die Fähigkeit zur Umsetzung dieser Einsicht ist die wichtigste Begabung des Managers. Überlegene Führungsfähigkeiten und situativ eingesetzte Führungsmethoden sind die Garantie dafür, dass die besten Mitarbeiter gern mit ihm arbeiten und ihr Potenzial voll entfalten. Um diese Mitarbeiter wird er sich kümmern, denn er weiß:
Der Mitarbeiter, das wichtigste Kapital des Managers, will gepflegt werden.

Das sechste Gebot für Manager:
Wer die Bedingungen der Auseinandersetzung bestimmt, wird Sieger sein.

Der Manager benötigt für seine Entscheidungen Wissen und Informationen. Dieses Wissen erhält er von Kollegen, Mitarbeitern, Nachbarn, Konkurrenten, von seinem Netzwerk. Auf diese Weise kann er Ort, Zeit und Art der Auseinandersetzung bestimmen. Wer die Initiative behält, der Erste ist, seine Kräfte konzentriert und die Schwächen des Gegners angreift, der wird siegreich sein.

Das siebte Gebot für Manager:
Wer siegen will, muss taktische Manöver beherrschen und Mut zur Veränderung haben.

Alles, was erstarrt, schadet der Entwicklung. Das bedeutet, dass der Manager selbst Lust auf und Mut zur Veränderung haben muss. Nur dann kann er seine Mitarbeiter motivieren. Er muss sich die Freiheit des Geistes bewahren und damit auch neuen Ideen gegenüber offen bleiben. Nur dann wird es ihm gelingen, neuen Herausforderungen mit taktischem Geschick zu begegnen- statt mit eingefahrenen Verhaltensmustern.

Das achte Gebot für Manager:
Die Fähigkeit zur situationsabhängigen Entscheidung und sorgfältiges Fehlermanagement bringen entscheidende Vorteile.

Der überlegene Manager wird schnell initiativ, wenn sich Situationen ändern, statt nur zu reagieren. Er übernimmt Verantwortung für seine Leistungen und seine Fehler. Fehler werden gemacht, auch vom besten Manager. Aber ein entsprechendes Fehlermanagement hilft, Fehler zu reduzieren, und schafft Lernchancen für die Zukunft.

Das neunte Gebot für Manager:
Der Manager strebt nach aufmerksamer und vorbildlicher Führung, die motiviert.

Führen und Motivieren sind wie Zwillinge. Sie treten immer gemeinsam auf. Der geschickte Führer wird die besten Leute um sich scharen und für ihre Ausbildung und Entwicklung sorgen. Sie werden für den Manager durchs Feuer gehen. Dann hat er ein Team, das Berge versetzen kann.

Das zehnte Gebot für Manager:
Der Manager behält die Bodenhaftung.

Der Manager darf nicht abheben. Erfolg ist gut. Steigt der Erfolg aber zu Kopf, wird er zum gefährlichen Bumerang. Manager sind gut beraten, wenn sie eine Prise Demut behalten. Nicht sie allein sind die großen Macher, sondern viele andere haben Anteil an ihrem Erfolg. Der gute Manager hat den Erfolg nur organisiert.

Das elfte Gebot für Manager:
Die Managerpersönlichkeit bewährt sich in der praktischen Auseinandersetzung.

Managementwissen ist das eine, das unabdingbar durch das andere- die überzeugenden Führungsfähigkeiten- ergänzt werden muss. Persönliche Ausstrahlung und Autorität können nur in der praktischen Auseinandersetzung wachsen. Sonst bleibt man auf halbem Wege stehen. Jede entsprechend verarbeitete Erfahrung ist in diesem Sinne gut.

Das zwölfte Gebot für Manager:
Der Manager sichert zuerst das eigene Unternehmen. Er greift nur an, wenn es sich rentiert.

Der beste Sieg ist der, der ohne Schlacht errungen wird. Vor allem ist zuerst das eigene Unternehmen zu sichern. Der Kampf, die offene Auseinandersetzung mit aggressiven Mitteln, sollte nur erwägt werden, wenn sie Erfolg verspricht. Der Manager wird sich niemals leichtfertig in einen Konflikt hineinreißen lassen.

Das dreizehnte Gebot für Manager:
Mit Informationsvorsprung vermeidet er teure Schlachten.

Der Manager sorgt für die Attraktivität des Unternehmens. Damit wird es offen für neue Anregungen, neues Wissen. So bewerben sich stets neue Mitarbeiter, die dieses Wissen vermehren und weiterentwickeln und so für die Stärke des Unternehmens sorgen.

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