Laotse für Manager

Werner Schwanfelder hat sich in seinem Werk “Laotse für Manager- Meisterschaft durch Gelassenheit” sehr tiefgründig mit Tao Te King von Laotse beschäftigt und daraus
13 Gebote für Manager und Zehn Lehren der Weisheit
abgeleitet. Lassen Sie sie einzeln und in ihrer Gesamtheit auf sich wirken!

Die 13 Gebote für Manager nach Laotse

Das erste Gebot für Manager

Wir führen besser und erfolgreicher durch Nicht-Handeln. Manchmal ist es besser nicht einzugreifen, sondern dafür zu sorgen, dass der „Strom“ fließen kann.

Das zweite Gebot für Manager

Agiere, aber denke über die Folgen nach. Verharre nicht, sondern öffne dich. Achte auf die Situationen sensibel und integriere sie in den Entscheidungsprozess.

Das dritte Gebot für Manager

Der Manager ist weise, wenn er sich auf die Dinge vorbehaltlos einlässt, die kommen. Ein Manager ist weise, wenn er bereit ist, sich um andere zu kümmern.

Das vierte Gebot für Manager

Manchmal ist es für einen Manager besser, sich zu beugen als unbelehrbar eigene Positionen zu vertreten, die augenblicklich nicht vertretbar sind.

Das fünfte Gebot für Manager

Je unabhängiger einer Manager ist, also geistig frei von allen Autoritäten, desto eher kann er einer Strategie des Ausgleichs folgen. Der Manager hat die Aufgabe, seine innere Kraft zu aktivieren, um aus ihr heraus wirken zu können.

Das sechste Gebot für Manager

Der Manager muss sich in seiner Gesamtheit und in der Gegenwart erkennen. Hierzu sollte er den Verstand ausschalten und seinen Gefühlen folgen.

Das siebte Gebot für Manager

Der weise Manager nimmt die Gegensätze auf, lässt sie nebeneinander bestehen, schafft einen harmonischen Ausgleich und ist so erfolgreich.

Das achte Gebot für Manager

Der Manager wird stark aus der Erkenntnis seiner Persönlichkeit. Erst wenn er sich selbst akzeptiert, kann er auch nach außen wirken. Wenn ein Manager im Gleichklang mit sich selbst ist, wenn er seine Möglichkeiten und seine Grenzen kennt, wenn er mit seinen Schwächen und Stärken gleichermaßen umgehen kann, dann wird er zwangsweise richtig handeln.

Das neunte Gebot für Manager

Die Ziele sollten so gestaltet sein, dass die Arbeit, die zum Ziel führt Freude bereitet, dass das Denken, das notwendig ist, um das Ziel zu erfassen, einfach sein kann, dass das Führen der Mannschaft nicht in enger Kontrolle ausartet.

Das zehnte Gebot für Manager

Der Manager muss in Ruhe planen. Dabei muss er die Abhängigkeit zwischen einzelnen Tätigkeiten bedenken. Er muss sich hierfür die notwendige Zeit gönnen.

Das elfte Gebot für Manager

Der Manager hat zu handeln ohne Motivation auf Belohnung. Er hat sich um das Wohl des Unternehmens per se zu kümmern.

Das zwölfte Gebot für Manager

Die Herausforderungen für den Manager liegen darin, dass er auch tief Verwurzeltes verändert, das er gerade Begonnenes pflegen und entwickeln muss. Hierzu soll der Manager alle Probleme in Ruhe entschärfen. Er soll nichts erzwingen. Er soll den Dingen freien Raum lassen.

Das dreizehnte Gebot für Manager

Der Manager muss den Unternehmenswert Mensch gebührend berücksichtigen. Dieser Wert hat einen großen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens.”

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“Zehn Lehren der Weisheit

1. Die größte Kraft ruht im Menschen selbst

Der Taoismus beschreibt diese innere Kraft als das Tao. Wer Kontakt zu dieser inneren Kraft hat, kann nach außen wirken. Je unabhängiger der Manager ist, umso eher kann er einer Strategie des Ausgleichs folgen. Er übt sich in Einfachheit, Nachsicht und Mitgefühl. Er löst die Aufgaben, die auf ihn zukommen, und lässt dann wieder los. So lebt und handelt er aus seiner eigenen Mitte heraus. Daraus leiten sich seine Reaktionen ab, sodass auch das Auftreten stets authentisch bleibt.

2. Die eigene Souveränität ist die Basis für den Erfolg

Selbsterkenntnis ist die Voraussetzung für den Erfolg. Der Manager übernimmt die Verantwortung für seine Entwicklung und sucht keine Schuldigen. Er kennt seine Möglichkeiten und Grenzen und akzeptiert sie. Souverän und mit Selbstdisziplin widmet er sich den Aufgaben, die auf ihn zukommen. Er führt, ohne zu herrschen. Wenn er Veränderungen für notwendig hält, beginnt er bei sich selbst.

3. Die Freiheit des Geistes schafft den Überblick

Frei von Vorurteilen sieht der Manager die Dinge, wie sie sind. Offenheit ist ein wichtiges Kennzeichen der Kommunikation mit den Mitarbeitern. Ein gewisses Maß an Vertrauen ist die Voraussetzung für die gegenseitige Offenheit zwischen Mitarbeitern und dem Manager. Freiräume für die Mitarbeiter fördern Selbstvertrauen und Kreativität. Jede Einmischung in Zusammenhänge, die funktionieren, will gut bedacht sein. Manchmal ist es besser abzuwarten.

4. Aus dem Selbstverständnis ergibt sich das Handeln

Ohne Handeln geht es nicht. Der Manager handelt zur rechten Zeit und ohne große Worte, solange ein Problem noch klein ist. Er ist nicht auf Beifall angewiesen, sondern folgt seinem inneren Antrieb. Er handelt besonnen und in Übereinstimmung mit dem Fluss der Ereignisse, ohne Kontrolle auszuüben. Weil er Mitarbeitern vertraut, werden sie auch vertrauenswürdig sein. Der Manager findet seinen Weg wie das Wasser, beweglich und doch kraftvoll.

5. Die wahre Größe bedarf keiner Darstellung

Der selbstbewusste Manager strebt nicht nach Macht und kurzfristigem Erfolg. Er ist realistisch und gelassen, weil es ihm gelingt, Arbeit und Privatleben in eine Balance zu bringen. Er sieht Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung als vordringliche Aufgabe an. So wächst das Vertrauen unter den Mitarbeitern, und Veränderungen können bewältigt werden. Wer den ständigen Wechsel akzeptiert und sich ihm nicht widersetzt, kann mit weniger Angst leben.

6. Aus Weisheit und Erfahrung kultiviert man die Stärken

Begierden und Bedürfnisse sind starke Antriebe. Nehmen sie überhand, führen sie zu steter Unzufriedenheit in der Gegenwart und zu Unfrieden. Aggressive Auseinandersetzungen mit Konkurrenten und auch Mitarbeitern verursachen hohe Kosten auf beiden Seiten. Es ist deshalb besser, Weisheit und Erfahrung für ein langsames, aber nachhaltiges Unternehmenswachstum einzusetzen. Wenn man seine Stärken erkennt, kann man harmonisches Wachstum erreichen, an dem alle partizipieren.

7. Die Erkenntnis des Wesentlichen ist der Schlüssel zum Erfolg

Lebensziele und Erfolg werden individuell bestimmt. Mit unseren Einstellungen und unseren Handlungen können wir gelingendes und zufriedenes Leben fördern, indem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Im Sinne Laotses ist für die Zufriedenheit des Managers die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit von größerer Bedeutung als materieller Erfolg. Für den Erfolg von Unternehmen ist eine Strategie der langfristigen Konzentration auf den Engpass (Nischenstrategie) sinnvoll. Der wichtigste Erfolgsfaktor sind auch dabei die Persönlichkeiten der Mitarbeiter.

8. Verantwortungsvolles Handeln setzt Bescheidenheit voraus

Der Sinn für das rechte Maß ist die Voraussetzung dafür, dass Erfolge von dauerhaftem und damit echtem Wert sind, nicht nur für den Manager, sondern auch für die Mitarbeiter. Bescheidenheit ist die Bedingung für jede Gemeinschaft und für einen Manager, der nicht in die Isolation geraten will. Bei der Förderung der eigenen Karriere ist ein Mittelweg zwischen Bescheidenheit und selbstbewusster Profilierung erfolgversprechend. Bescheidenheit drückt sich aus im kritischen Umgang mit eigenen Fehlern und in der Anerkennung und Förderung der Fähigkeiten der Mitarbeiter.

9. Das Vorbild bewirkt mehr als jeder Zwang

Die Vorstellungen von einem vorbildlichen Manager haben sich in den letzten Jahren gewandelt und die Anforderungen sind klarer geworden. Dennoch ist auch weiterhin ein großer Handlungsbedarf zu sehen. Wichtig ist die Nachhaltigkeit von ethisch- moralisch motiviertem Management. Oft wird behauptet, dass das mit kurzfristigen Arbeitsverträgen und hohem Ergebnisdruck nicht zu vereinbaren sei. Wichtig ist, dass die Werte als Teil der Kultur eines Unternehmens selbstverständlich werden und das klar ist, was sie im Arbeitsalltag bedeuten.

10. Mit Gelassenheit kommt man weiter

Gelassenheit und Beharrlichkeit führen zum Erfolg. Gelassenheit als selbstbewusste Grundhaltung ermöglicht es dem Manager, den Entwicklungen unvoreingenommen zu begegnen. Nur dann kann er die Ergebnisse formen, während sie auftreten. Veränderungen werden immer wieder unser berufliches Leben bestimmen. Die Aufgaben lassen sich nicht durch stures Festhalten am Gewordenen und an einmal formulierten Strategien lösen, sondern nur mit Beharrlichkeit und Flexibilität. Wer akzeptiert, dass nur der Wandel von Dauer ist, kann die Chancen auf dem Weg nutzen.”

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