Schmidt und der Parteivorstand der SPD
Jan 27th, 2010 | By Thomas M. Schreiter | Category: LeitartikelWie es zu erwarten war, ist die Resonanz der Medien zur Teilnahme von Altkanzler Helmut Schmidt an der Beratung des Parteivorstandes der SPD eher verhalten.
Der Spiegel publiziert weitgehende Übereinstimmung, weist aber darauf hin, dass Schmidt der SPD die geopolitische Lage in 40 Minuten erläutert hat.
Andererseits berichtet das Hamburger Abendblatt, dass Schmidt deutlich auf Bündnisverpflichtungen hinwies.
Das ist aber der Dreh-und Angelpunkt.
Das Afghanistan- Problem scheint zunehmend ein Problem aller Parteien zu werden. Klare Aussagen, klare Positionen erwarten sowohl Bündnispartner als auch die eigene Bevölkerung. Unsere Soldaten dürfen nicht den Rückhalt in der Bevölkerung verlieren.
Populistische Losungen nach schnellem Abzug sind genauso kontraproduktiv wie Gedanken an Zahlungen von Millionen, um “gemäßigte” Taliban zu kaufen. Das ist ja fast wie Schutzgeld- Erpressung, aber eben anders herum.
In einer konzertierten Aktion von Innenpolitik und Außen- und Militärpolitik müssen schleunigst klare Verhältnisse geschaffen werden. Das sind wir den tausenden tapferen Männern und Frauen in der Bundeswehr schuldig, die in Afghanistan und anderen Brennpunkten der Weltpolitik im Einsatz sind.
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