Gedanken zur Wahl

23. September 2009 | Von Thomas M. Schreiter | Kategorie: Politik→ Bund und Länder

Am Sonntag entscheiden die Wähler darüber, welcher Politik und welchem Politiker es zuzutrauen ist, Deutschland in einer schwierigen Situation zu führen.

In einer Neuerscheinung von Werner Schwanfelder fand ich folgende Aussagen von Konfuzius, die exzellent auf jeden Politiker angewandt werden kann:

Ein Edler sollte ständig diese neun Dinge bedenken:
1. ob er, wenn er etwas betrachtet, auch alles deutlich erkannt hat;
2. ob er, wenn er jemandem zuhört, auch alles richtig verstanden hat;
3. ob er in seiner Miene Milde und Harmonie ausstrahlt;
4. ob er in seiner Haltung den anderen gegenüber Respekt zeigt;
5. ob er in seinen Worten aufrichtig ist;
6. ob er in seinem Tun gewissenhaft ist;
7. ob er in Zweifelsfällen auch daran denkt, nachzufragen;
8. ob er, wenn er in Zorn geraten ist, auch an die Folgen denkt, die sein Handeln haben könnte;
9. ob es, wenn er einen Vorteil für sich selbst erblickt, auch rechtschaffen wäre, ihn zu nutzen.

Klar! Konfuzius wusste zu seiner Zeit noch nichts vom Allgemeinen Gleichgültigkeitsgesetz (oder wie auch immer das heißen mag) und schrieb deshalb “er” und nicht “er und sie” (würde ja auch bei Konfuzius saudämlich klingen).

Dennoch sollten wir als “Wahlvolk” unsere Stimme mit Hirn vergeben. Freie Wahlen sind eine feine Sache.
Unsere Stimme sollten wir kompetenten Politikern geben.
Eine Vielzahl populistischer Losungen, unrealistischer Versprechen und Scheinwahrheiten haben wir in Wahl- Werbespots und auf den Wahlplakaten gehört und gesehen. Die Gefahr ist groß, dass man auf Populisten hereinfällt.
Wir brauchen weder Rechts noch Links. Wir brauchen Stabilität!
Gehen Sie zur Wahl!
Bestimmen Sie mit!
Wählen Sie mit Überlegung!

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